Gimme 5 - Die besten Stage-Rocker!
Bald haben wir sie nicht nur hinter uns, sondern sogar überlebt! Ganz genau: Die Rede ist von der diesjährigen Festivalsaison! Das letzte Festival, das Zürich Open Air, können wir nach diesem Wochenende auf unserer To-Do-List abhaken. Ein Gimme 5 für die unvergesslichsten, verrücktesten und spektakulärsten Live-Bands, die wir uns nur zu gerne nochmals in Erinnerung rufen.
Martina, Mädchen für alles
Beatsteaks - “Let Me In”
Erst kürzlich kam in der Redaktion am Mittagstisch die Frage auf: “Was war für euch die beste Liveband des Sommers?” und da ist die Auswahl ja echt gross: der jetzt schon Legendäre Auftritt von Mumford & Sons mit “Special Guests” am OASG, die Eagles of Death Metal im Kofmehl, Kraftklub im Abart, die Foo Fighters am Gampel und so weiter und so fort. Trotzdem gibt es für mich persönlich nur eine “Beste Liveband der Welt”: Die Beatsteaks (hier im Interview).
Schon gefühlte tausend Mal habe ich die Band live geniessen dürfen und egal ob in einem 300-Menschen-Club, oder an einem 25’000-Leute-Festival - diese Jungs haben mich noch nie enttäuscht! Und jetzt mal ehrlich, wer kann bei den ersten Tönen von “Let me In” noch still stehen bleiben? Na, ich auf jeden Fall nicht!
Ivona, Festival-süchtiges Online-Pony
Mumford and Sons - “White Blank Page”
Was gibt es Schöneres und Erfüllenderes, als im Dreck herumzuliegen und Sangria in sich hineinzuschütten, während man die Musik der besten Bands in sich aufsaugt? NICHTS! Zumindest für mich. Deshalb gestaltet sich die Aufgabe, meine liebste Live-Band zu definieren, gar nicht als so einfach. Two Door Cinema Club am Openair St. Gallen, die zu meiner Überraschung die ganze Crowd bis in die hinterste Reihe zum Ausflippen brachten, Bon Iver mit “Blood Bank” am Paléo Festival, das mich in einen Ekstase-ähnlichen Zustand versetzte oder doch die atemberaubende Lykke Li am Zürich Openair, die ich seit gestern NOCH mehr vergöttere?
Ich entscheide mich für Mumford and Sons, die mir in St. Gallen mit “White Blank Page” einen rahmensprengenden Mindblow verpasst haben. Zum einen ist der Song unbeschreiblich schön und ich verbinde ihn mit persönlichen Erlebnissen und zum anderen spielen die Jungs mit einer Leidenschaft und Hingabe, wie ich sie noch nie zuvor erlebt habe. Der nächste Mumford and Sons Gig kann kommen - ich werde da sein!
Mathias, geht grundsätzlich nie in Drive-In’s, sondern fährt
Arcarsenal - “At The Drive-In”
Die beste Live-Band habe ich leider noch nie selber live sehen dürfen. Da braucht’s eigentlich gar keine langfädige Erklärung: I let the video do the talking:
Chregi, in vorderster Reihe tanzender JoiZone-Moderator
The Prodigy
Schläge in die Magengegend, Nackenschmerzen und Beine, die sich danach anfühlen, als hätte man das Matterhorn erklommen. Jedes mal das selbe. Und trotzdem immer wieder geil! Wer es einmal erlebt und überlebt hat ist vom Virus angesteckt. Man will immer mehr und mehr und mehr. Es wird zu einer Sucht. Oder besser, zu einem Verlangen, wenn man weiss, die Band kommt wieder.
Ja, es geht um Musik. Um Konzerte. Nicht aber um solche Konzerte, bei denen man mit angewinkeltem Arm und Bier in der Hand im hinteren Viertel steht und sich Knie-wippend zum Sound bewegt. Neeeein. Nicht diese. Sondern Musik, die dich einlädt, um deinen Platz in den vorderen Reihen zu fighten. Musik, die alles aus dir raus holt, dich zum Schwitzen bringt und die von dir alles abverlangt.
Für mich persönlich das beste Beispiel für 1 Stunde „Die-Sau-Raus-Lassen“: The Prodigy. Die Gigs der englischen Elektro-Punk-Band haben es in sich. Glaubt mir, wer es einmal für nur 10 Minuten geschafft hat, 10 Meter direkt vor der Bühne zu stehen, der geht als anderer Mensch nach Hause. Zerdrückt von den Bässen und betäubt von den Schreien des Frontmanns Keith Flint wird jeder mit den Worten „Fuck, isch das geil gsi“ in der selben Nacht einschlafen. Wer diese Meinung nicht teilt oder das Getue doof findet, soll doch das nächste Mal wieder im hinteren Viertel stehen und sich am Bier oder Cüpli festhalten. Danke! Für all die Anderen: Rock On! Und geniesst die paar unbeschwerten Minuten in der Masse zuvorderst an den Konzerten.
Mit bester Empfehlung und eine schöne Zeit, euer Chregi.


